Herzlich willkommen!

Titel

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Hypertonie-Interessierte,

wir freuen uns, Sie zum 38. Wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Hochdruckliga e.V. / DHL® Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention in Berlin begrüssen zu dürfen.

Wir haben den diesjährigen Kongress unter das Motto gestellt:

„Hypertonie ganzheitlich diagnostizieren und behandeln“ … weiterlesen

Der Hintergrund für dieses Mottto ist die Erkenntnis, dass die Hypertonie nicht isoliert betrachtet werden darf, sondern umfassend als Teil einer folgenreichen Regulationsstörung gesehen werden muss, die neben den Gefäßen auch das Herz, die Niere und das Gehirn betrifft und darüber hinaus zu metabolischen Konsequenzen führt.

Um diesem Thema gerecht zu werden, haben wir eine Reihe von wissenschaftlichen Gesellschaften, deren Aufgaben mit der arteriellen Hypertonie, d.h. mit unseren Patienten, in Beziehung stehen, gebeten, den Kongress gemeinsam mit uns zu gestalten. Ein intensiver Gedankenaustausch zwischen den verschiedenen medizinischen Disziplinen rund um die Bluthochdruckkrankheit in gemeinsam durchgeführten Sitzungen und Diskussionsforen soll helfen, neue Horizonte abzustecken und vielleicht auch bisher Bekanntes in einem neuen Licht zu sehen. Dazu haben wir die Fachgesellschaften für Kardiologie, Angiologie, Nephrologie, Neurologie/Schlaganfall, Arterioskleroseforschung, Diabetologie, arterielle Gefäßsteifigkeit, Pneumologie und auch die niederländische Hypertoniegesellschaft zu Gemeinsamen Sitzungen eingeladen.
Zusammen mit unseren Kollegen aus den verschiedenen Fachdisziplinen rund um die Hypertonie werden wir eine Reihe von hypertonie-relevanten Schwerpunktthemen behandeln, u.a. den Paradigmenwechsel bezüglich der Zielblutdruckwerte in den neuesten internationalen Leitlinien, die Renaissance des sympathischen Nervensystems im Rahmen der renalen Nervenablationstherapie bei therapierefraktärer Hypertonie, die Ursachen und Folgen der arteriellen Gefässsteifigkeit, die Rolle des perivaskulären Fettgewebes, die Bedeutung des „protektiven Arms“ des Renin-Angiotensinsystems und die Vor- und Nachteile einer nicht-medikamentösen gegenüber einer medikamentösen Hochdrucktherapie. Neben diesen Schwerpunkten wird eine Vielzahl weiterer Themen abgehandelt, die sich um die Hypertonie und ihre Folgeschäden an den Organen wie Herz, Gefässen, Niere und Gehirn ranken.
Anhand dieser Beispiele lässt sich bereits die große Themenfülle und der Wandel auf allen Gebieten der Hypertonie und der damit verbundenen kardiovaskulären Prävention aufzeigen, die Gegenstand unseres diesjährigen Kongresses sein werden.

In bester Tradition wollen wir jedoch auch über den Tellerrand der Hypertonie hinausblicken mit einem Eröffnungsvortrag von Prof. Paul Unschuld aus Berlin über die Rolle von Arzt und Patient in der Gesundheitswirtschaft sowie einer Lesung des bekannten Künstlers Armin Müller-Stahl zur feierlichen Kongresseröffnung. Der traditionelle Gesellschaftsabend wird diesmal in der Berliner Vertretung des Landes Baden-Württemberg mit kulinarischen Spezialitäten aus dem Süden der Republik stattfinden.

Bleibt uns noch, Ihnen einen abwechslungs- und erkenntnisreichen Kongressverlauf und einen angenehmen Aufenthalt in der brodelnden Metropole Berlin zu wünschen.

Mit freundlichen Grüssen, Ihre

 

Prof. Dr. med. Jürgen Scholze

Prof. Dr. med. Thomas Unger